Der Kunstmeister

Der Kunstmeister

Aufsicht über die Wasserkunst führte der „Kunstmeister“. Bei Amtsantritt legte er einen Eid ab. Er hatte auf die Wasserleitung und -kunst Acht zu geben, zusammen mit einem Gehilfen. Sie mussten die Rohre reinigen, ausbessern, alte Rohre austauschen, wenn nötig und das Wasser aus der Wasserkunst verteilen. Sie durften keine Geld- oder Geschenkforderungen annehmen. Wo nötig, wurde das Wasser kostenlos verteilt.

Gehilfen des Kunstmeisters waren die Rohrleger vom „Bohrhof“ in der Gerberstraße. Diese stellten die Ersatzrohre her.

Verbraucher mussten auf den Zustrom des Wassers entsprechend der Zuteilung warten. Nicht jederzeit war Wasser verfügbar. Die Kumme, in welche das Wasser lief, befand sich in den jeweiligen Häusern, unter der Dielung im Erdgeschoss.

Im Sommer wurde öfter zur Sparsamkeit ermahnt. Es wurde sogar unter Strafe gestellt, das Wasser nicht rechtzeitig wieder abzustellen.

Wasserkunst Wismar 1 Blog

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